Der Tastsinn - die Welt begreifen

Ohne den Tastsinn könnte der Mensch nicht existieren!

 

Der Tastsinn wird zusammen mit dem Geruchs- und Geschmackssinn, zu den "unteren Sinnen" gezählt. Durch diese Benennung wird schon deutlich, welche Sinne heute im Vordergrund stehen, das Hören und vielmehr das Sehen.

 

 

 

  

 

 

 

Trotzdem ist dieser Sinn für uns Menschen überlebenswichtig, denn er vermittelt dem Gehirn die notwendigen Informationen zum Erkennen der Form, des Gewichtes des Bewegungszustandes, der Oberfläche von Gegenständen und der Eigenwahrnehmung.

 

 

 

 

Fühlen - Berührung ist Leben

 

 Von intensiver Berühung profitieren besonders Neugeborene. Denn am Anfang ihres Lebens kommunizieren Babys vor allem über die Haut und erfahren so Wärme und Geborenheit. Mit Händen, Körper und Mund ertasten sie ihren Lebensraum. Fehlen die liebevollen Berührungen, können sie sogar daran sterben. Denn anderen Menschen spüren zu können, ist selbstverständlich für alle Menschen während des ganzen Lebens von elementarer Bedeutung. Bei blinden Menschen ist ein gut geschulter Tastsinn besonders wichtig, da er den Sehsinn möglichst ersetzen soll. Durch jahrelange Übung, haben sie die Möglichkeit, die Blindenschrift, auch Brailleschrift genannt, zu erlernen, wobei jeder Buchstabe aus bis zu sechs erhabenen Punkten besteht.

 

  

Lebenswichtiger Spürsinn

 

Manche Extremsportler in den Bergen sind beim Klettern auch ohne Seil unterwegs. Ihr Leben hängt an den Fingerspitzen, die sich tastend von Felsvorsprung zu Felsvorsprung vorwärts bewegen. Sie sind bei ihrem oft Stunden dauernden Aufstieg, auf das perfekte Fühlen ihrer Haut angewiesen, um nicht in den Tod zu stürzen. Denn in den Händen, den Fußsohlen und im Bereich des Mundes ist der Mensch mit besonders vielen empfindsamen Sinneszellen ausgestattet.

 

  

Wie können wir etwas fühlen?

 

In der Haut befinden sich bis zu 20 Millionen Sinneszellen auch Rezeptoren genannt, davon sieben verschiedene Rezeptortypen: zum Spüren von Schmerz sowie von Kälte und Wärme, zum Empfinden von Luftbewegungen, Vibrationen, leichten Berührungen und Druck.

 

Treffen nun Reize von außen auf die Rezeptoren in der Haut, wird dort ein bioelektrischer Impuls ausgelöst. Diese elektrischen Nervenimpulse werden dann über unzählige Nervenbahnen an das Gehirn weitergeleitet. Dort werden sie übereinandergelegt, abgeglichen und interpretiert. Das Hautgefühl entsteht!

 

Somit können wir fühlen!